Aus datenschutzrechlichen Gründen benötigt YouTube Ihre Einwilligung um geladen zu werden. Mehr Informationen finden Sie unter Datenschutzerklärung.

Akzeptieren

Was für ein Finale. Sinnbildlich für ein nicht ganz einfaches, aber dafür umso turbulenteres Racing-Jahr 2022, dass der gesamten Triumph-Family so einiges abverlangt hat. Inklusive einiger Verletzter, die glücklicherweise alle auf dem Wege der Besserung sind. Das Finale am Lausitzring Mitte September hatte es in sich. Im neunten und letzten Lauf setzen sich schließlich zwei Fahrer durch, denen die gesamte Triumph-Blase ihre Titel von Herzen gönnt: Lukas „Johann“ Kretzer im Triumph-Cup und Stefan Österle, Routinier der Triumph-Challenge.

Drei Richtige: Martin Lenz, T-Cup-Meister 2022 Lukas „Johann“ Kretzer und Vize-Meister Uli Bonsels beim Finale am Lausitzring.

Beide buchstäblich auf den letzten Drücker, wenn man so will. Lukas hatte sich als Mitglied des Siegerland-Express, der zu Start der Saison glatt vier Fahrer an den Start brachte, schon zu Beginn der Saison gut in Szene setzen können und steigerte sich Rennwochenende für Rennwochenende, ohne die Bodenhaftung zu verlieren. Spätestens nach seiner beeindruckende Show auf dem Nürburgring zur Saisonmitte musste auch dem amtierende T-Cup-Meister Uli Bonsels klar sein, dass der junge Herausforderer massive Ambitionen auf den Meistertitel hat. Weitere Stärke von Lukas: seine Konstanz.

Der Lausitzring zeigt sich in wirklich erbärmlicher Verfassung

So auch am enorm schwierigen Finalwochenende auf dem Lausitzring, einem wahrhaft sehr wechselhaften Wochenende. Jeder, der vorher noch nicht fit war im Räderwechsel, machte am Lausitzring darin seinen Meister. Oder blieb ganz einfach in der Box, um Nerven und Material zu schonen. Die etwas in die Jahre gekommene Strecke war bei feuchten Bedingungen schon immer mit großer Vorsicht zu genießen, das war und ist bekannt. Aber leider präsentierte sich dieser asphaltierte Rübenacker, dessen Layout als anspruchsvoll, aber flüssig gilt, von seiner ruppigsten Seite. Zweifelhafter Grip und noch mehr Schläge und Wellen denn je. Was auch immer die Dekra denn nun mit dieser Strecke plant, die der mächtige Sachverständigen-Riese aus Stuttgart vor einigen Jahren gekauft hat. Irgendwer möge endlich ein Einsehen haben und die Strecke neu asphaltieren und gleichzeitig eine Drainage installieren. Auf die wurde nämlich beim Neubau zur Gänze verzichtet. Indy-Racer fahren nämlich nicht bei Regen.

Mehdi Khorand (88), Pechvogel des Abschluss-Wochenendes und Uli Bonsels (13) kämpfen mit dem schlüpfrigen Geläuf des Lausitzrings.

Kein Lausitzring im nächsten Jahr für die Triumph-Series

Bislang haben Hobbyracer den Lausitzring einmal pro Saison irgendwie hingenommen. Bei glücklichem Wetter hatte die Strecke ja sogar ihren Reiz. Zumal das Fahrerlager auch nach über 20 Jahren seinesgleichen sucht und Duschen und WCs in erträglichem Zustand sind. Aber solange der Streckenbetreiber nicht in Renovierung der seit je her zerrupften Strecke investiert, wird unser Veranstalter Maxx Moto nicht mehr in der Lausitz gastieren.

Ok, müssig darüber zu spekulieren, in wie weit dies Einfluss auf die Meisterschaftsentscheidung der Triumph-Series gehabt hat. Der schwere Sturz von T-Challenge Titelkandidaten Nummer 1, Mahdi Khorand, den er im freien Training fabriziert hat, beeinträchtigte den jungen Iraner körperliche, aber auch, was das Material für die beiden Rennen anbetraf. Sein Einsatzmotorrad war nämlich Kernschrott. Und auch das gemeinhin große Rennfahrer-Ego von Mahdi war etwas angeknackst. Und so rückte unser junger Held auf seinem seriennahen Trainings-Motorrad in die entscheidenden Rennen aus. „Hätte Mahdi sein Nummer Eins Motorrad einsetzen können, wäre ich wahrscheinlich ohne Chance gewesen“, konstatierte der überglückliche Titelgewinner Stefan Österle am Ende eine ereignisreichen Rennwochenendes schwäbisch-fair.

Planung für 2023 läuft | Alles wird teurer? Nein. Der T-Cup nicht. Das große Triumph-Cup-Paket inklusive der besten Triumph Street Triple 765 RS startet bei 13.990 Euro.

Was wir bislang wissen: Für 23 kommt die beste Triumph Street Triple 765 RS aller Zeiten auf uns zu, also die bestmögliche Basis für den Einsatz im Triumph-Cup oder der Triumph-Challenge. Nie war sie wertvoller als heute. Die Unterstützung von Bridgestone, ABM, X-lite, Champion, Bodis und SBF läuft weiter. Somit verfügen wir über eine sehr belastbare Basis. Anders sieht es leider noch in Sachen Rennstreckentermine aus. Deren Terminplanung für die kommende Saison mutet zunächst einmal etwas rätselhaft an. Irgendwie alles etwas überhitzt und uneinheitlich. Das hat viele Gründe, die hier im Detail aufzudröseln, ginge sehr weit. In Planung sind aktuell folgende Strecken und Termine:

  • Nürburgring (10.-12.6.2023, Lizenz-Veranstaltung!)

  • Most (8.-9.7.2023, IBPM)

  • Oschersleben (5.-6.8.2023, IBPM)

  • Schleiz (2.-3.9.2023 IBPM)

  • Frohburg (16.-17.9.2023, Froburger Dreiecks Rennen, exklusiver Triumph-Zeitblock)

Ausschreibung und Reglement für 2023 sollen Ende November veröffentlich werden. So viel sei schon verraten: Das große Triumph-Cup-Paket inklusive brandneuer Triumph Street Triple 765 RS, Nenngeld, ABM-Fussrastenanlage, Champion-Schmiermittelpaket, Nenngeld, u.v.m. wird auch weiterhin mit dem besten Preis-Leitungsverhältnis weit und breit locken: ab 13.990 Euro. 

T-Challenge-Helden: Max Bonsels, T-Challenge-Sieger Stefan Österle und Mahdi Khorand bei der Siegerehrung am Lausitzring.